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Nach(t)gedacht

[Stimmung: nachdenklich]

Mal wieder sollte ich langsam ins Bett gehen und mal wieder bin ich hellwach. Den ganzen Tag über bin ich müde und antriebslos, aber wenn die Dunkelheit anbricht, erwache ich aus meiner Lethargie wie aus einem Koma und trotz Müdigkeit und wochenlangem Schlafentzug bin ich hellwach. 

Ich war schon immer ein Nachtmensch, aber seit meine depressive Phase vor ein paar Monaten begann, wurde es immer extremer. Wenn ich es schaffe, vor 4 Uhr ins Bett zu kommen, kann ich stolz auf mich sein. Früher habe ich immer so gelebt, bin früh (morgens) ins Bett und spät (am Tag) aufstehen, das war mein Rhythmus, mit dem ich mich wohlfühlte. Heute würde ich es auch gern so machen, aber ich habe leider nicht mehr die Wahl. Ich habe mich damals für das Heroin entschieden und so die Wahl getroffen, das übrige Leben betreffend keine Wahl mehr zu haben.

Denn ich MUSS morgens aufstehen, ich MUSS zur Vergabe gehen. Und dadurch, dass ich so spät ins Bett gehe, verschlafe ich regelmäßig und der unumgängliche Morgen, der für Depressive sowieso schon ein wunder Punkt ist, fängt direkt mit Stress und Panik an. Denn wenn ich zu spät komme, gibt es keinen Stoff mehr, der Arzt hat genau eine Stunde Zeit für seine Junkies. Und danach heißt es: Keine Arme - keine Kekse!

Aber ich lerne nicht aus diesem Fehler. Jeden Tag nehme ich mir vor, früher ins Bett zu gehen. Am Abend allerdings habe ich dieses Vorhaben schon wieder über den Haufen geworfen. Ich lerne einfach aus diesem shice Fehler nicht! Vielleicht weil ich es tief drinnen auch nicht will?!?

Ja, ich weiß, dass das idiotisch ist, aber sag mal einem Menschen, dessen halbes Leben aus Selbstschädigung besteht, dass er mehr auf sich acht geben muss! Außerdem bin ich nunmal einfach ein Nachtmensch, Ich liebe die Dunkelheit, ich fühle mich wohl und geborgen wenn mich das Schwarz einhüllt und verschluckt, Es ist ein gutes Gefühl.

Am liebsten würde ich wie früher wieder den Tag verschlafen und die Nacht leben. Nachtleben. Das ist neben meinem Sohn auch einer der Hauptgründe, weshalb ich clean bleiben will, denn dann bekomme ich bald wieder ein Rezept und muss nicht jeden Morgen zum Arzt gehen, um für ein paar Tropfen Pola eine Stunde unterwegs zu sein. Aber bevor er sich dazu erbarmt, wird noch der eine oder andere Tag vergehen. Wahrscheinlich ist die Chance größer, dass ich vorher meine Depression überwinde und den Tag wieder lieben lerne...

Ich möchte tanzen, wenn die Welt träumt und träumen, wenn sie erwacht. Ich möchte wieder unter Sternen spazieren ohne einen anderen Menschen zu treffen. Das ist ein wichtiger Teil meiner ersehnten Freiheit. Die Nacht ist mein Tag.

Doch statt Sternen gibt es nur Stadtlärm und statt Freiheit nur Tagträume zum Zeit überbrücken.

14.1.09 01:45
 


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


sandra / Website (14.1.09 19:58)
Ach kein Wunder, manche Menschen sind halt nunmal einfach nachtaktiv, was soll man da schon gegen machen? (wenn man das denn will)


sandra / Website (14.1.09 20:07)
Dein Link ist übrigens unter "fremdgehen" vorzufinden (weil du ja gefragt hattest zwecks Linktausch ^^)


K!TTY (14.1.09 21:29)
Danke dir, deiner ist jetzt auch on, auf Außenwelt ^_^#


EMPTY / Website (15.1.09 07:44)
Ich danke dir vielmals! <3


anna / Website (15.1.09 17:26)
dankee schön für deine Worte :] vielleicht hast du recht (: und ich hoffe das du recht hast^^ glaube ich hatte noch nie in meinem Leben soviel Angst wenn es um die Zukunft geht ._. ich hab echt keine ahnung was ich tun soll wenns nicht klappt :/ einfach weiterhoffen^^
lg ♥♥ , anna

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