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Erwach(s)en

[Stimmung: fröhlich]

Manchmal sagt man mir, ich solle doch bitte erwachsen werden. Diesen Satz habe ich schon oft gehört, erst gerade eben zum letzten Mal und er bringt mich jedes Mal wieder zum Lächeln. Es ist schon erstaunlich wie viele Menschen diesen äußerst hilfreichen Ratschlag auf Lager haben. Und wie wenige von denen mich so gut kennen, dass sie meinen geistigen Status in dieser Hinsicht überhaupt beurteilen können. Meistens sind es Leute, die in ihrem ganzen Leben noch nicht so viel erlebt haben, wie ich in den letzten 10 Jahren.

Aber was bedeutet Erwachsensein eigentlich? Wenn es bedeutet, dass ich genau so werden soll, wie die Menschen, die mir das nahelegen, dann verzichte ich gerne darauf. Ich weiß schon seit vielen Jahren, dass ich wohl niemals gänzlich erwachsen sein werde, aber ich bin auch nicht traurig darum.

Ich würde nicht auf meine kindliche Seite verzichten wollen. Ich gebe zu, ich bin manchmal albern. Ich wage es, zu Träumen. Oft bin ich innerlich noch ein kleines Mädchen und benehme mich oft nicht wie eine 22-Jährige, aber was ist daran verkehrt? Ich bin trotzdem intelligent genug, um zu erkennen, wann es wirklich ernst wird und wo die Grenzen sind - also warum soll ich diese Seite nicht ausleben? Nach der jahrelangen Dunkelheit, die mir das Leben beschert hat, habe ich wohl das Recht, mir meine Kindheit und Jugend zurückzuholen und es interessiert mich schlicht und einfach nicht, was irgendjemand sonst dazu zu sagen hat.

Ich bin nicht auf dieser Welt, um zu sein wie andere mich haben wollen!

Und allein wegen dieser Erkenntnis denke ich, dass ich bereits jetzt wesentlich erwachsener bin, als jeder einzelne dieser armen Menschen, die all das gegen ihr jetziges Leben eingetauscht haben. Erwachsen werden bedeutet für mich auch, sich mit seinem Inneren Kind zu versöhnen und deshalb strecke ich jetzt all den Menschen, die mich für zu kindisch halten, imaginär die Zunge raus und sage;

"Näääänänänänääää!"

12.1.09 23:04
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Tattered And Torn. / Website (13.1.09 17:55)
Arw. Das aus deinem Eintrag
kommt mir so bekannt vor, wirklich.

Aber weißt du, ich denke auch,
dass es besser ist, wenn man sich
das kindliche in einem selbst
bewahren kann.
Und Träume - Träume können
oft auch helfen. Retten. Vor
der negativen Realität zu dem
Zeitpunkt, die einen sonst
zu fertig machen würde. Mhn.


K!TTY (13.1.09 18:20)
Ja, da hast du absolut Recht, finde ich!
Diese Einstellung ist zu einem großen Teil mitverantwortlich dafür, dass ich heute noch da bin.


sandra / Website (13.1.09 19:31)
Der Gedanke daran, vollständig erwachsen zu werden macht mir persönlich sehr viel Angst, ich will niemals alles kindliche in mir verlieren denn sonst müsste ich das Gefühl haben, dass ich mich selbst zurücklasse.

Deswegen mein Rat: Werd nie erwachsen! =D


Kids (10.2.09 12:54)
Ich wollte dir nur kurz sagen, dass deine Worte sehr erwachsen klingen. Wobei man sich an dieser Stelle fragen muss: Was bedeutet eigentlich erwachsen? Ernsthaftigkeit? Spießigkeit? Alle kindlichen 'Impulse' unterdrücken? Ich denke, Erwachsensein hat etwas mit Erfahrung zu tun. Dass man aus Fehlern lernt, Situationen einschätzen kann und weiß worauf es ankommt. Dass man Dinge, Handlungen und deren Folgen einfach bewusster wahrnimmt als Kinder. Und zum Erwachsensein gehört für mich auch dazu, authentisch zu sein. Und da gehört sein inneres Kind unterdrücken ganz gewiss nicht rein.
Ich liebe die bildhafte Sprache in deinen Einträgen und deine Erfahrung und Intelligenz, die deine Worte rüberbringen. Ich denke über viele deine Phrasen nach und beherzige auch viel. Danke.

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