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Der Schatten

Hier möchte ich nun ein paar Worte über meine Krankheit schreiben. Sie ist ein Teil von mir und wird dementsprechend auch oft in diesem Blog thematisiert werden.

Meine Diagnosen:

  • emotional instabile Persönlichkeitsstörung Typ Borderline ["BL"]
  • Posttraumatische Belastungsstörung ("PTBS" -aufgrund von Mobbing und sex.Missbrauch)
  • Drogenmissbrauch und -abhängigkeit
  • Schwere depressive Phasen
  • Essstörung (Typ Bulimie/Binge Eating Disorder)
  • Dissoziative Störung
  • Dissoziative Amnesie (keine Erinnerung an die ersten 12 Lebensjahre)
  • Selbstverletzendes und selbstschädigendes Verhalten
  • Suizidale Phasen in Fom von Suizidgedanken und -Versuch(en)

Die Hauptkrankheit ist in meinem Fall die Boderline-Störung sowie die PTBS. Die BL-Diagnose habe ich offiziell seit meinem 18.Lebensjahr, da sie nicht vorher eindeutig gestellt werden kann. Die anderen Diagnosen sind größtenteils Symptome und/oder Folgen meiner Hauptkrankheiten. Einige wurden mir von Ärzten gegeben, bevor ich das 18. Lebensjahr erreicht hatte, sozusagen als "Ersatzdiagnose", weil man zu der Zeit nicht mehr als einen Verdacht auf Borderline aussprechen durfte. 

Wenn du mehr über diese Krankheit(en) erfahren möchtest, kannst du mich gern anschreiben (s. FRAGEZEICHEN)!

Und wenn du neugierig geworden bist, wie die Auswirkungen von SvV aussehen können, klick doch mal auf den folgenden Link, da kannst du dir ein paar meiner Narben ansehen.

...::: H I E R geht es zur Narbengalerie STRICHCODE:::...

Meine Krankheit zeigte sich zum ersten Mal im Jahr 2000, in Form der ersten selbst zugefügten Verletzung durch eine Rasierklinge. Damals war ich 13 Jahre alt und aufgrund der dissoziativen Amnesie setzt meine Erinnerung auch erst in diesem Lebensjahr ein - die ersten 12 Jahre sind sozusagen schwarz & bis auf einige wenige Flashbacks nicht vorhanden!

Seit dieser ersten Verletzung sind nach und nach weitere Symptome dazugekommen. Ich habe heute bereits eine Menge Therapien hinter mir: Zahlreiche stationäre, teilstationäre und ambulante Threrapien, sowie eine Selbsthilfegruppe, mehrere Gespräche in verschiedenen Beratungsstellen, eine ambulante Gesprächsgruppe und eine Heroin-Entgiftung. Ich außerdem sogar eine Zeit lang in einem Heim für psychisch kranke Jugendliche gewohnt.

Aktuell werde ich mit Polamidon substiituiert, gehe unregelmäßig zur Drogenberatungsstelle, habe eine gesetzliche und eine ambulante Betreuerin und bin erneut auf der Suche nach einem ambulanten Verhaltens- oder Tiefenpsychologen, der Zeit und Lust hat, mich zu behandeln. Leider ist das alles andere als leicht, denn die Wartelisten der Ärzte sind so lang, dass man im Normalfall bis zu einem Jahr Wartezeit in Kauf nehmen muss. Außerdem sind Borderliner bis heute nicht gerade die beliebtesten Patienten, was die Suche noch um einiges schwerer macht.

Ich weiß, dass man eine Borderline-Störung sowie das dahintersteckende Trauma nie ganz loswird, aber man kann die Symptome und Erinnerungen soweit zu kontrollieren lernen, dass man (fast) normal leben kann - und das ist mein Ziel. Natürlich weiß ich, dass das noch Jahre, vielleicht Jahrzehnte dauern wird, aber ich habe bereits durch frühere Therapien viel gelernt und daher weiß ich, dass es zwar langsam voran geht, aber es geht voran!